Potenzprobleme oder Erektionsstörungen sind auch in der heutigen Zeit immer noch viel zu häufig ein Tabuthemen bei vielen Männern. So sorgen diese Erkrankungen bei den Betroffenen stets für einen großen Leidensdruck, was sich in den meisten Fällen auch auf den Partner auswirkt.

Um solchen Störungen der Erektion entgegen zu wirken, steht Mann heutzutage eine ganze Reihe von Erektionshilfen zur Auswahl. Welche Hilfen es zur Zeit auf dem Markt gibt und welche wirklich helfen… wir haben recherchiert und fassen für Sie zusammen.

Was sind Erektionshilfen für den Mann?

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Als Erektionshilfen bezeichnen wir im entferntesten Sinne alle Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten, die Mann zur Auswahl stehen um gegen einen Verlust der Erektionsfähigkeit anzugehen.

Von großer Wichtigkeit ist dabei, die Ursachen der vorliegenden Störung abzuklären. Denn nur so kann effektiv gegen eine solche Störung vorgegangen werden. Eine erektile Dysfunktion kann Männer jeden Alters betreffen und hat nicht immer organische Ursachen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Erektionshilfen lassen sich grob in 4 verschiedene Kategorien einteilen:

  • Mentale Erektionshilfen
  • Medikamentöse bzw. medizinische Erektionshilfen
  • Mechanische Erektionshilfen
  • Natürliche Erektionshilfen

Im folgenden stellen wir Ihnen alle Behandlungsmöglichkeiten vor.

Sogenannte PDE-5 Hemmer wie zum Beispiel Viagra, sorgen für eine stärkere Erweiterung der Blutgefäße, die den Penis versorgen, so dass eine Erektion zustande kommen bzw. verbessert werden kann. Bei der Einnahme dieser chemischen Varianten kommt es allerdings nicht selten zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Herzrasen oder Sehstörungen.



Mentale Erektionshilfen – Gesprächstherapie & Selbsthilfegruppen

Bei vielen Betroffenen, insbesondere bei der jüngeren Generation, sind die Ursachen für eine Erektionsstörung psychischer Natur. Hier kann es hilfreich sein in erster Linie, eine Gesprächstherapie anzustreben.

Selbsthilfegruppen können ebenfalls unterstützend bei einer Behandlung gegen erektile Dysfunktion helfen. Hier können sich Betroffene mit anderen betroffenen Männern austauschen, wodurch das Selbstbewusstsein gestärkt und Ängste gelöst werden können.

Passende Gesprächstherapien oder Selbsthilfegruppen können Sie im Internet finden.

Medikamentöse bzw. medizinische Erektionshilfen aus der Apotheke

Viele Betroffene greifen bei Erektionsproblemen auf Medikamente oder andere medizinische Mittel zurück. Dabei reicht die Auswahl von einfachen Tabletten zur oralen Einnahme (sogenannte PDE-5 Hemmer) bis hin zu Injektionen, die Sie sich selbst spitzen müssen.

Diese meist chemischen Mittel sind zwar sehr vielversprechend in der Wirkung, haben gleichzeitig aber meist auch ein höheres Risiko von Nebenwirkungen.

Auf dem Markt gibt es deshalb auch viele Potenzmittel die auf Basis natürliche Rohstoffe wirken. Diese wirken in der Regel nicht so stark wie Viagra und Co. können in vielen Fällen aber dennoch zur Behandlung von Erektionsstörungen genutzt werden und sind oftmals völlig frei von Nebenwirkungen.

PDE-5 Hemmer

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In Bezug auf die medikamentöse Behandlung einer erektilen Dysfunktion wird in der Regel ein sogenannter PDE-5-Hemmer eingesetzt. Diese sorgen für eine stärkere Erweiterung der Blutgefäße, die den Penis mit mehr Blut versorgen, so dass eine Erektion schneller zustande kommen und länger gehalten werden kann. Bei der Einnahme dieser chemischen Varianten kommt es allerdings nicht selten zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Herzrasen oder Sehstörungen.

Bisher wurden 4 verschiedene Wirkstoffe zur Erektionshilfe entwickelt, die alle als PDE-5 Hemmer klassifiziert sind.

“SKAT “ – Autoinjektionstherapie

Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion liegt in der Anwendung von vasoaktiven Substanzen, die direkt in den Schwellkörper injiziert werden. So auch bei der SKAT – Autoinjektionstherapie.

Der Vorteil der SKAT Methode liegt dabei klar auf der Hand: Da diese Behandlung direkt am Penis erfolgt, ist die Erektion unabhängig von einem funktionierenden Nervensystem. Das injizierte Medikament wirkt auf Basis vom körpereigenen Botenstoff Alprostadil, welcher die Muskelzellen der Penisarterien erschlaffen lässt. Auf diese Weise können sich die Blutgefäße erweitern und Blut fließt in den Schwellkörper.

Die Wirkung wird durch die Injektion etwa 15 Minuten später ausgelöst. Die entstandene Erektion kann bis zu einer Stunde anhalten.

Info am Rand

Bei dieser Behandlung gibt der Urologe meist die erste Injektion, um den Therapieerfolg beurteilen zu können. Sobald der Therapieerfolg einsetzt, kann die Anwendung einer solchen Spritze durch den Patienten selbst erfolgen. Hierbei wird etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eine Selbstinjektion gesetzt.

“MUSE” – Die Alternative

Eine alternative Erektionshilfe zur SKAT Autoinjektion ist die sogenannte Muse-Therapie.

Bei dieser Behandlungsmethode wird der Wirkstoff Alprostadil mit Hilfe eines Stäbchens direkt in die Harnröhre eingeführt. Dort löst sich der Wirkstoff auf, wird freigesetzt und es kann bereits nach 10 Minuten zu einer Erektion kommen.

Die Muse-Therapie kann ebenfalls bei Patienten mit geschädigten Nervenbahnen zum Einsatz kommen und bereitet keinerlei Schmerzen.

Info am Rand

Zu beachten ist bei beiden dieser Behandlungsmethoden, dass sowohl SKAT- als auch MUSE-Therapie nicht bei einer Penisverkrümmung angewendet werden dürfen. Darüber hinaus können Krankheiten wie Leukämie, Multiples Myelom oder Sichelzellenanämie das Risiko für eine Dauererektion erhöhen.

Mechanische Erektionshilfen

Unter die mechanischen Erektionshilfen fallen solche Produkte die nicht für die orale Einnahme gedacht sind, sondern eher sprichwörtliche „Hilfsmittel“ darstellen. Hierunter zählen beispielsweise Vakuumpumpen (auch Penispumpen genannt) oder Penisringe.

Vakuumerektionshilfen

Zu den bekanntesten mechanischen Erektionshilfen gehört die Penispumpe.

Die Anwendung einer solchen Pumpe ist einfach: Man stülpt den Zylinder über den Penis, und lässt ein Vakuum entstehen. Auf diese Weise dehnt sich der Schwellkörper aus und lässt Blut in den Penis strömen. Ist die Erektion eingetreten, stülpt man einen Gummiring über die Penisbasis, wodurch das Abfließen des Blutes verhindert wird.

Die Behandlung der erektilen Dysfunktion mit Hilfe einer Vakuumpumpe wurde im Jahr 1960 von. D. Osbon erfunden. Die Vakuumpumpe kann manuell oder elektrisch betrieben werden, wobei der Unterdruck in einem Kunsttoffzylinder erzeugt wird. Die klinische Erfolgsrate liegt bei etwa 90%.

Penisring als Erektionshilfe

Gerade bei Betroffenen mit einer leichten bis mittleren erektilen Dysfunktion kann ein Penisring eine effektive Erektionshilfe sein.

Zusammengefasst soll ein Penisring (in schweren Fällen auch im Zusammenspiel mit einer Penispumpe) dafür sorgen können, dass das aus dem Schwellkörper abfließenede Blut verlangsamt wird. Dadurch kann eine längere und gleichzeitig härtere Erektion möglich gemacht werden.

Natürliche Erektionshilfen – Günstig & rezeptfrei

Viele betroffene Menschen wenden sich aufgrund der teilweise starken Nebenwirkungen ab von den chemischen Keulen Viagra und Co. Hier können natürliche Erektionshilfen eine echte Alternative darstellen. Zu diesen zählen Nahrungsergänzungsmittel auf pflanzlicher Basis oder sogar verschiedene Lebensmittel, die die Potenz positiv beeinflussen können

Nahrungsergänzungsmittel als Erektionshilfe

Gerade Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln und Tabletten erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Sie basieren in den meisten Fällen auf rein natürlichen Wirkstoffen und rufen deshalb auch kaum bis garkeine Nebenwirkungen hervor.

Meist lohnt es sich diese auszuprobieren bevor Sie sich auf die chemische Keule stürzen.

Info am Rand

Unsere Recherchen haben gezeigt, dass es ebenfalls eine Reihe von Cremes, Gels und Salben auf dem Markt gibt, welche als Erektionshilfen eingesetzt werden können und deren Wirkung auf rein pflanzlichen Wirkstoffen basieren..

Was sind die effektivsten Wirkstoffe

Wer also lieber auf natürliche Erektionshilfen setzen möchte, sollte auf Wirkstoffe zurückgreifen, deren durchblutungsfördernde Wirkung bereits mehrfach nachgewiesen wurde.

Bei diesen Wirkstoffen handelt es sich um

  • Ginseng
  • Safran
  • L-Arginn
  • Maca
  • Yohimbin
  • Tribulus Terrestris

Potenzsteigernde Lebensmittel

Ob Lebensmittel bei Erektionsstörungen helfen können, ist von der Ursache abhängig.

Leichte erektile Dysfunktionen, die keine körperlichen Ursachen haben, können in kleinem Maße behandelt werden durch Lebensmittel denen eine fördernde Durchblutung der Organe im Beckenbereich nachgesagt werden

Was sind die effektivsten Lebensmittel

Eine Durchblutungsfördernde Wirkung wird Lebensmitteln zugeordnet wie:

  • Knoblauch
  • Ginsengwurzel
  • Ingwer
  • Ginkgo
  • Austern
  • Spargel
  • Bananen
  • Dunkle Schokolade

Häufige Fragen

An dieser Stelle haben wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Erektionshilfen zusammengefasst und beantwortet. Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, können Sie diese in der Kommentarfunktion hinterlassen. Wir werden sämtliche Fragen so schnell wie möglich beantworten. 


Gründe für eine Potenzstörung?

Die Gründe für eine Potenzstörung können vielerlei Ursachen haben und reichen von psychischen bis physischen Gründen, zum Beispiel Durchblutungsstörungen.

Was sind PDE5-Hemmer?

Bei PDE-5-Hemmern handelt es sich um einen Wirkstoff, welcher zum Beispiel in Viagra enthalten ist. Der Wirkstoff sorgt durch die Hemmung bestimmter Enzyme für eine Muskelerschlaffung der Blutgefäße im Penis, so dass Blut in den Schwellkörper fließen kann. In der Folge kommt es zu einer Erektion. PDE-5-Hemmer wirken ausschließlich in Verbindung mit sexueller Stimulation und gelten als zuverlässige Erektionshilfe.

Was ist “SKAT”?

Bei SKAT handelt es sich um eine Erektionshilfe, wobei sich der Mann mit einer dünnen Nadel einen Wirkstoff direkt in den Penis injiziert. Danach kommt es innerhalb von 15 Minuten zu einer Erektion, die über einen Zeitraum von bis zu einer Stunde anhält.

Was ist “MUSE”?

Die Erektionshilfe Muse funktioniert mit dem gleichen Wirkstoff wie die Methode SKAT. Allerdings wird statt einer Injektion ein Stäbchen in die Harnröhre eingeführt. 

Welche Mittel kann Man(n) trotz Diabetes nehmen?

Bei Diabetes und Erektionsstörungen kann der Arzt als Eretionshilfe sogenannte PDE-5-Hemmer verschreiben. Darüber hinaus eignet sich eine Penispumpe, um eine Erektion zu erlangen. 

Werden Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Von der Krankenkasse werden leider nur wenige Kosten für Erektionshilfen erstattet. Hierzu zählen Kosten für medizinisch notwendige Penisprothesen, Vakuumpumpen oder Psychotherapien. Die Kosten für die PDE-5-Hemmer werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.


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Einschätzung zu Erektionshilfen

Störungen der Potenz sind dank verschiedenster Erektionshilfe lange schon keine Sache mehr bei der Mann den Kopf in den Sand stecken sollte.

Und auch für diejenigen unter Ihnen, die auf die chemischen Keulen Viagra und Co. nicht zurückgreifen wollen, gibt es Lösungen. So finden sicch eine Vielzahl von mechanischen Hilfsmittel aber auch rein pflanzlichen Präparaten, die effektiv bei Potenzproblemen helfen können.


Quellen

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