Erektionsstörung sind längst nicht mehr nur ein Problem von älteren Männern. Immer häufiger betrifft dieses Problem auch junge Männer. Die Erkrankung belastet im Zuge dessen nicht nur die Betroffenen sondern häufig auch ihr Umfeld, sowie in erster Linie die Partner.

Welche Maßnahmen Betroffene aber auch Partner ergreifen können, wenn es zu einer Erektionsstörung kommt, verraten wir im nachfolgenden Artikel. Außerdem beantworten wir die Frage wo die Ursachen liegen und welche Gruppen häufiger betroffen sind.

Was ist eine Erektionsstörung?

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Bei eine Erektionsstörung handelt es sich um eine Form der Impotenz. Dabei geht es um die mangelnde Versteifungsfähigkeit oder der ungenügenden Dauer der Versteifung des Penis. Dies kann entweder über einen gewissen Zeitraum oder dauerhaft auftreten.

Handelt es sich dabei um eine häufig wiederkehrende und länger andauernden Störung der Erektionsfähigkeit, die den Geschlechtsverkehr unmöglich macht, spricht man im medizinischen Sinne von einer erektilen Dysfunktion.

Fachinformationen


Bezeichnung: Erektile Dysfunktion

Typ: Störung des Sexualtriebs (mechanisch/psychisch)

ICD-Codes: ICD-10

Ursachen für eine Erektionsstörung beim Mann?

Eine Erektionsstörung kann nur dann behoben werden, wenn die Ursachen klar sind. Um diese zu diagnostizieren, ist im Regel Fall die Konsultation eines Arztes nötig.

Bei rund 55 bis 90% aller Fälle von erektiler Dysfunktion liegen organische Ursachen vor. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Durchblutungsstörungen oder Veränderungen an den Nervenbahnen handeln. Aber auch psychische Ursachen können Grund für eine Störung der Erektionsfähigkeit sein. Diese verstärken sich im Laufe der Erkrankung häufig zu schwerwiegenderen psychischen Belastungen wie einer Depression.

Im Allgemeinen kann man die Ursachen der erektilen Dysfunktion in drei Gruppen einteilen:

  • Organische Ursachen
  • Psychische Ursachen
  • Alter als Störungsursache

Psychische Ursachen

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Heutzutage ist wohl Stress die häufigste psychische Ursachen für eine Erektionsstörung. Aber tiefsitzende Ängste oder Hemmungen können Gründe sein.

Die Wurzeln solcher psychischer Belastungen können in vielen Bereichen liegen:

  • Depressionen
  • Partnerkonflikte
  • Arbeitsbedingter Stress
  • Versagensängste
  • Sexuelle Hemmungen oder Phobien
  • Erlittender sexueller Missbrauch in der Kindheit
  • Religiöse Hemmungen

Organische bzw. physische Ursachen

Die am meisten vertretende physische Ursache (rund 54%) für eine Erektionsstörungen beim Mann sind Erkrankungen der Blutgefäße.

Doch gibt es auch noch einige weitere physische Ursachen:

  • Diabetes Erkrankung
  • Nervenerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Multiple Sklerose
  • Operation (meist an Prostata, Darm oder Harnblase)
  • Zu niedriger Testosteronspiegel
  • Rauchen oder Alkohol
  • Drogenkonsum
  • Medikamente
Achtung

Gefäßerkrankungen als Ursache für Erektionsprobleme können sogar Vorbote für einen Herzinfarkt sein. Aus diesem Grund sollte jeder Betroffene zur Sichtung der Durchblutungsverhältnisse in diesem Fall einen Arzt aufsuchen.

Erektionsstörungen bei jungen Männern mit 20, 25, 30

Erektionsstörungen sind heutzutage nicht zwingend nur ein Problem von älteren Männer (50+). Auch Männer mit 20, 25 oder 30 Jahren können von einer erektilen Dysfunktion betroffen sein.

Gerade in diesen Altersklassen finden sich jedoch vermehrt psychische Ursachen. So ist bei jüngeren Männern in der Regel eine überbelastete Psyche Grund für Probleme mit der Erektion.

Hierzu gehören vor allem:

  • Stress
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit

Hilfe – Was tun bei Erektionsstörungen?

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Die Behandlungsansätze für Erektionsstörungen sind so vielfältig wie seine Ursachen. Sie reichen von der Therapie mit Potenzmittel über verschiedene Erektionshilfen bis hin zu Hausmitteln.

  • Beheben durch Gesprächstherapie & Selbsthilfegruppen
  • Medikamentöse Therapie mit Tabletten
  • Hilfe durch Vakuumpumpe
  • Injektion von vasoaktiven Substanzen
  • Helfen Hausmittel?

Was Sie als Frau bzw. Partner tun können?

Wir wollen an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass nicht nur die Betroffenen selbst unter einer solchen Erkrankung leiden. Leidtragende sind auch die jeweiligen Partner. Den nicht zuletzt kann auch eine Beziehung stark unter sexuellen Versagensängsten leiden.

Gleichzeitig können die Partner aber auch eine unterstützende Hilfe sein. Eine solche psychische Unterstützung kann zum Beispiel darin bestehen, mit dem Betroffenen zusammen die Ängste zu überwinden, Ursachen zu klären und Therapiemöglichkeiten zu finden.

Zusammengefasst: Offen darüber reden und gemeinsam das Problem anpacken.

VORSICHT vor Abzock Produkten

Seitdem im Frühjahr 2013 das Patent von Pfizer, dem Hersteller von Viagra, auf seinen PDE-5-Hemmer Sildenafil erloschen ist, drängen immer mehr Konkurrenzprodukte mit dem selben Wirkstoff auf den deutschen Markt. Aber auch die Anzahl der natürlichen Potenzmittel, die auf PDE-5-Hemmer verzichten und somit rezeptfrei in Apotheken und gerade im Internet zu kaufen sind, steigt immer weiter.

Auch wenn viele dieser Produkte erfolgsversprechend sein können, so sind doch leider unter diesen auch viele schwarze Schafe. Dort wird dann mit dubiosen Versprechen geworben, wie „genau so stark wie Viagra“ oder ähnliches.

Eine Reihe dieser Produkte haben wir in unserem Artikel zu Potenzmitteln genau unter die Lupe genommen.

Was Sie sonst noch interessieren könnte

Sind jetzt noch Fragen ungeklärt? Wir versuchen in diesem Abschnitt einige wichtige Aspekte zu Erektionsstörungen für Sie zusammenzutragen und kurz zu erläutern.


Ist eine Erektionsstörung heilbar?

Ja ist sie. Wichtig ist hier eine effektive Ursachenbekämpfung. Gerade bei leichten Erektionsproblemen kann sogar schon mit natürlichen Präparaten oder dem Lösen von psychischen Problemen viel erreicht werden.

Kann Bluthochdruck auch zu Erektionsstörungen führen?

Lassen Sie bestehenden Bluthochdruck lange Zeit unbehandelt so kann dieser Blutgefäße und Venen schädigen bzw. verändern. Eine solche Gefäßveränderung kann dann auch eine Erektionsstörung auslösen.

Was genau bedeutet Impotenz?

Impotenz ist der Oberbegriff für Funktionsstörungen, die die Potenz betreffen. So fallen die Themen „Unfruchtbarkeit“ und „Erektionsstörung“ unter das Thema Impotenz.

Gibt es Selbsttest mit denen ich eine Erektionsstörung erkennen kann?

Im Internet gibt es solche Selbsttests. Wir raten aber davon ab sich nur auf diese zu verlassen, und empfehlen Ihnen für eine genaue Ursachenklärung einen Fachmann aufzusuchen.

Welche natürlichen Mittel helfen bei Erektionsstörungen?

Es gibt eine ganze Reihe von Substanzen denen eine Potenzfördernde Wirkung nachgesagt wird. Darunter fallen:

  • Yohimbin
  • Tribulus Terrestris
  • Maca Pulver
  • L-Arginin
Sollte ich meiner Partnerin von meinen Erektionsproblemen berichten?

Auf jeden Fall. Da oftmals auch psychischen Ursachen ursächlich für diese Form der Erkrankung sein können, ist es nicht hilfreich sich mit zusätzlichen Stress zu belasten und das Thema vor Ihrer Partnerin geheimzuhalten.

In vielen Fällen ist es eher sogar noch förderlich sich anderen Menschen anzuvertrauen.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Es kann nicht schaden bereits zu Beginn einen Arzt aufzusuchen und eine fachmännische Meinung einzuholen. Viele leichte Erektionsprobleme lassen sich aber auch selbst lösen. Wichtig hierfür ist die Suche nach der Ursache.


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Abschließende Worte zu Erektionsstörung

So schwer und belastend es für Betroffene sein mag mit Erektionsstörung seinen Alltag zu bestreiten, Sie sind nicht allein. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und oftmals nicht so unangenehm wie man denken sollte.

Gehen Sie das Problem an und finden Sie die Ursachen für Ihre Erkrankung. Denn nur dann ist es möglich dagegen effektiv vorzugehen.



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