Eine Magenblutung kann unbehandelt zum Tode führen. Aus diesem Grund sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, wenn es zu Blutverlust im Magen kommt.

Wir haben uns mit dem Thema ausführlich auseinandergesetzt und informieren nachfolgend über Ursachen, Symptome sowie Behandlungsmöglichkeiten bei Magenblutungen.

Was ist eine Magenblutung?

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Wer unter einer Magenblutung leidet, erfährt einen Blutverlust im Magen, welcher unterschiedliche Ursachen haben kann. Eine Magenblutung macht sich in der Regel durch Erbrechen von Blut oder sogenanntem Teerstuhl (schwarz gefärbter Stuhl) bemerkbar.

Häufig verläuft ein Blutverlust im Magen allerdings unbemerkt. Starke oder kontinuierliche Blutungen im Magen können unbehandelt zum Tode führen.

Fachinformationen:

Name: Magenblutung
Bezeichnung: Gastrointestinale Blutung
ICD-Code: K92.2

Symptome – Die Anzeichen einer Magenblutung

Die Symptome können bei Magenblutungen unterschiedlich sein und sind davon abhängig, ob es sich um eine spritzende oder eine sickernde Magenblutung handelt. Bei massiven Blutungen im Magen kann es zum Erbrechen von Blut kommen.

Sickernde Magenblutungen machen sich in der Regel durch sogenannten Teerstuhl bemerkbar. Hierbei ist der mit Blut vermischte Stuhlgang schwarz, silbrig schimmernd und ähnelt dem Teerbelag auf den Straßen.

Durch die Blutung sinkt der HB-Wert im Blut und es kann zu einem Kreislauf Abfall, im schlimmsten fall zu einem Schock kommen. Dabei kann es zu einem stark verschlechterten Allgemeinzustand, ansteigendem Puls und/oder einem abfallenden Blutdruck kommen.

In der Folge leiden die Betroffenen an einem chronischen Ermüdungszustand, Übelkeit sowie einem Leistungsabfall.

Die häufigsten Ursachen für Blut im Magen

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Eine Blutung im Magen kann unterschiedliche Ursachen haben.

Wir haben uns in den nachfolgenden Absätzen mit möglichen Ursachen für Magenblutungen auseinandergesetzt. Diese können von Stress über Karzinome (Krebs) bis hin zu Medikamenten führen.

Allgemein

Häufig liegt bei einer Blutung im Magen eine bestimmte Grunderkrankung vor. Hierbei kann es sich um

  • Magengeschwüre: Eine Magenblutung gehört bei einem Geschwür zu den häufigsten Komplikationen
  • Magenschleimhautentzündung: Die Magenschleimhautentzündung, auch Gastritis genannt, verläuft in der Regel harmlos, kann allerdings unbehandelt zu Blutungen im Magen führen..
  • Krebserkrankungen: Krebstumore wachsen häufig in die Blutgefäße, wodurch diese beschädigt werden. In der Folge kommt es zu Magenblutungen

Durch Stress

Forschungen haben gezeigt, dass Stress für Blutungen im Magen verantwortlich sein kann.

Wer unter viel Stress im Alltag oder auf der Arbeit leidet, kann vorbeugende Maßnahmen treffen. Hierzu gehören zum Beispiel eine Ernährungsumstellung sowie Yoga oder autogenes Training. Auch Sport kann Stress abbauen.

Durch Medikamente

Viele Medikamente sind dafür bekannt, für ein erhöhtes Magenbluten Risiko zu sorgen, insbesondere, wenn ein Geschwür vorliegt. Dies kann zu einem lebensbedrohlichen Blutverlust führen.

Zu diesen Medikamenten gehören besonders die nicht-steroidalen Antirheumatika, die sogenannten NSAR. Diese werden bei Schmerzen oder Entzündungen eingesetzt und können das Auftreten eines Magengeschwürs bei längerer Einnahme begünstigen.

Zu diesen Arzneimitteln gehören:

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Dilofenac

Mit einem Cortison Präparat kombiniert, steigt das Risiko für die Entstehung eines Magengeschwürs um das 16-fache an.

Aspirin: Bei Aspirin handelt es sich um ein Schmerz- und entzündungshemmendes Mittel, welches die Bildung eines Magengeschwüres und damit eine gefährliche Magenblutung unterstützt. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Einnahme von Magensäure hemmenden Mitteln wie Pantoprazol oder Omeprazol erfolgen.

Ibuprofen und Diclofenac: Beide Mittel gehören zu den nicht-steroidalen Antirheumatika und sind als Schmerz- sowie entzündungshemmende Präparate bekannt. Allerdings kann die regelmäßige Einnahme dieser Präparate ein Magen- oder Zwölffingerdarm Geschwür begünstigen, weshalb zusätzlich ein Präparat der Säurehemmer eingenommen werden sollte.

Durch Alkohol und Rauchen

Genussmittel wie Alkohol oder Rauchen können das Risiko für eine lebensgefährliche Magenblutung ebenfalls erhöhen. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, allerdings stehen diese Genussmittel im Verdacht, bei Missbrauch für die Entstehung von Magengeschwüren zu sorgen, in deren Folge es zu Magenblutungen kommen kann.

So führt Rauchen zum Beispiel zu einer übermäßigen Bildung von Magensäure, wodurch die schützende Schleimhaut ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Dadurch kann es zu einer Schädigung der Magenwand in Form von Geschwüren oder offenen Stellen kommen. Insbesondere hochprozentiger Alkohol kann die Magenschleimhaut reizen, was bis zu einer Entzündung, der sogenannten Gastritis führt.

Sowohl das Magengeschwür sowie die Magenschleimhautentzündung führen zu gefährlichen Magenblutungen.

Folgen & Risiken

Unbehandelte Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen führen nicht selten zu einer Magenblutung. Wie eine Blutung verläuft, hängt grundsätzlich mit der Grunderkrankung zusammen. In der Regel werden die Magenblutungen durch die Behandlung der Grunderkrankung gestoppt.

Eine Magenblutung kann tödlich verlaufen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Jeder zehnte Patient verstirbt an den Folgen einer Magenblutung.

Diagnose – Magenblutung

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Häufig wird eine Blutung im Magen-Darm Trakt erst im Krankenhaus diagnostiziert. Patienten, welche aufgrund eines Leistungsabfalls oder akutem Bluterbrechen einen Arzt aufsuchen, müssen zunächst eine Stuhlprobe abgeben. Anhand dieser Probe kann der Arzt testen, ob sich Blutteilchen im Stuhlgang der Patienten befinden.

Darüber hinaus werden die Patienten gefragt, ob es eventuell eine Vorgeschichte zu Magengeschwüren oder Magenblutungen gibt.

Schließlich werden die Patienten gefragt, ob entzündungshemmende Medikamente wie zum Beispiel Aspirin, Diclofenac oder Ibuprofen eingenommen wurden.

Bestätigt sich ein Verdacht auf Magenblutung, wird die Anfertigung eines Blutbildes veranlasst. Dieses zeigt dem Arzt, ob ein HB Abfall zu erkennen ist.

Außerdem wird eine Magenspiegelung veranlasst. Bei dieser Untersuchung werden die Patienten mit einer Schlafspritze sediert, bevor ein Schlauch mit einer Kamera über die Speiseröhre in den Magen geschoben wird.

Unklare Fälle erhalten in der Regel ein MRT. Hierbei wird ein Kontrastmittel verabreicht, damit die Dünndarmschleimhaut deutlich erkennbar wird.

Wann muss ich einen Arzt aufsuchen?

Ein Arzt sollte spätestens bei akuten Magenblutungen aufgesucht werden. Diese können an Bluterbrechen oder sogenanntem Teerstuhl erkannt werden.

Im besten Fall wird ein Arzt allerdings bei ersten Anzeichen wie Sodbrennen, Schmerzen im Oberbauch, Appetitlosigkeit oder Leitungsabfall aufgesucht.

Therapie und Behandlungen bei Magenblutung

Patienten, welche unter einer Magenblutung leiden, werden in der Regel sofort in ein Krankenhaus eingewiesen, da es sich hierbei um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt.

Im Hospital wird zunächst der Kreislauf des Patienten stabilisiert, um einen Schockzustand abzuwenden. Patienten mit Magenblutungen werden auf der Intensivstation betreut und behandelt. Um einen Blutverlust auszugleichen, erhalten die Patienten Blutkonserven.

Je nach Grunderkrankung können beispielsweise Verödungsmittel in den Magen verbracht werden, so dass gerissene Blutgefäße geschlossen werden. In einigen Fällen ist eine Operation notwendig, wobei die defekten Blutgefäße mit Klammern oder anderen Hilfsmitteln verschlossen werden.

Wie kann man eine Magenblutung stoppen?

Gestoppt wird die Magenblutung durch ein über ein Endoskop eingespritzte Verödungsmittel. Hierbei verschließen sich lädierte Blutgefäße. Je nach Schwere der Blutung kann auch eine Operation nötig werden, wobei die gerissenen Blutgefäße mit Klammern oder zum Beispiel einem Laser verschlossen werden. 

Ist eine OP notwendig?

Eine Operation wird in der Regel nötig, wenn es sich um eine massive Magenblutung handelt. 

Was kann ich selbst tun? – Ernährung & Sport

Eine Magenblutung kann vorbeugend behandelt werden. Sind die Risikofaktoren der Grunderkrankung bekannt, können die Patienten einige vorbeugende Maßnahmen treffen, die wir in den folgenden Absätzen näher erläutern.

Wer unter einem lädierten Magen wie zum Beispiel Magengeschwüren oder Magenschleimhautentzündungen leidet, kann mit der richtigen Ernährung und ausreichendem Sportprogramm für Linderung sorgen. 

Vorbeugung – Wie schütze ich mich vor einer Magenblutung?

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Patienten, welche sich vor einer Magenblutung schützen möchten, sollten zunächst die Risikofaktoren kennen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowie ausreichender Bewegung können Blutungen im Magen verhindert werden. Auch Stressabbau gehört zu den vorbeugenden Maßnahmen bei Magenblutungen. 

Stress vermeiden

Stress gehört zu den Auslösern für eine Magenblutung und sollte vermieden werden. Hierzu gehören sowohl Arbeits- sowie privater Stress. Wer unter viel Stress steht, sollte diesen zum Beispiel mit Yoga oder autogenem Training sowie Meditation ausgleichen. 

Ernährung

Patienten, die bereits unter einem Magengeschwür oder einer Magenschleimhautentzündung gelitten haben, sollten auf die Ernährung achten. Verboten sind Fette und Säuren, welche die Produktion von Magensäure unterstützen. Diäten für lädierte Mägen können Betroffene im Internet finden. Empfohlen wird in der Regel eine leichte Vollkost, wobei grundsätzlich alle leicht verdaulichen Lebensmittel erlaubt sind. 

Sport

Regelmäßige Bewegung hilft nicht nur dabei, die Fettverbrennung anzukurbeln, sondern unterstützt darüber hinaus beim Stressabbau. Passende Übungen gibt es im Internet. 

FAQ

Nachfolgend haben wir die häufigsten Leserfragen zusammengefasst und ausführlich erläutert. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie diese im Kommentar Bereich hinterlassen. Wir werden sämtliche Leserfrage so schnell wie möglich beantworten. 


Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Eine Blutung am Magen kann unterschiedlich schwer verlaufen. Ebenfalls ganz unterschiedlich ist die Dauer eines Krankenhausaufenthalts. Es gibt einige Fälle, in welchen eine stationäre Aufnahme nicht nötig ist. Prinzipiell gilt: Je schwerer die Grunderkrankung, desto länger wird der Krankenhausaufenthalt.

Verläuft eine Magen-Darm-Blutung tödlich?

Wer unter einer Magen-Darm Blutung leidet, befindet sich stets in einer Notlage und sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Nicht immer endet eine Blutung im Magen tödlich, dennoch sollte eine derartige Erkrankung erkannt und behandelt werden. 

Was ist zu tun bei einer Magenblutung beim Hund?

Sollte der Hund unter einer Blutung im Magen-Darm-Trakt leiden, ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen. Gründe für eine Blutung im Magen beim Hund können neben Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür oder Krebs ebenfalls Vergiftungen sein. Die Schwere der Blutung stellt der Tierarzt zum Beispiel mit Hilfe des HB-Wertes fest. 


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Fazit

Eine Blutung im Magen ist in der Regel auf eine Grunderkrankung zurückzuführen. Je nach Schweregrad der Blutung wird zunächst der Kreislauf stabilisiert und es werden bei Bedarf Blutkonserven verabreicht.

Die Blutung macht sich durch Blut-Erbrechen oder schwarzen Stuhl, den sogenannten Blutstuhl bemerkbar und muss umgehend behandelt werden. Je nach Schwere einer derartigen Blutung besteht Lebensgefahr. Aus diesem Grund sollte bei einem Verdacht auf eine Blutung im Magen-Darm-Trakt ein Arzt aufgesucht werden. 


Quellen

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